Patienten Kommentare

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Erfahrungsbericht für „Zentrum für Rehabilitation “

"Seit nunmehr 2 Jahren besuche ich die oben genannte Einrichtung in der Gothaer Zweigstelle. Durch Empfehlung meiner Hausärztin erfuhr ich von der Existenz dieser modernen Behandlungsmethode - Forced Use - für Schlaganfall-Patienten und habe meinen Entschluss, mich dort therapieren zu lassen, nicht bereut. Nach meinem Schlaganfall mit Gehirnblutung wurde, in der darauffolgenden Zeit in einer Rehabilitationsklinik, erste Grundwiederherstellung des Gangapparates vorangetrieben. Im sofortigen Anschluss daran, stellte ich mich im „Zentrum für Rehabilitation “ vor und besuche seither diese mit viel Engagement geführte Einrichtung. Das Gehen war nur mit Begleitperson bei starkem Gleichgewichtsproblem möglich, des weiteren plagten mich Schmerzen im Schulterbereich, die ein Training des Hand- u. Armbereiches der betroffenen Seite bis dato unmöglich machten. Die Muskeln, speziell im Bauch-, Bein- und Armbereich hatten sich sehr stark zurückgebildet dass selbst das einfache freie Sitzen Probleme bereitete. Das Bein der betroffenen Seite, zum Beispiel, war schwer kontrollierbar und fiel stets zur Seite Durch gezielte Anwendungen und Massagen, dessen Sinn mir stets erklärt wurde, sind die Schulterschmerzen heute, nach und nach, verschwunden, die Muskelpartien wurden soweit schon wieder hergestellt, dass mir ein sicheres Laufen, ohne Gleichgewichtsstörung, am Gehstock und Treppensteigen freihändig, möglich macht, sowie normales Sitzen wieder selbstverständlich wurde. Ärzte des Reha-Klinikums gaben meiner Hand und dem Arm der betroffenen Seite keinerlei Perspektiven und hatten beides schon „abgeschrieben “, denn es war wenig bis keine Funktion mehr erkennbar. Das junge, freundliche Team machte mir wieder Hoffnung und behielt dieses, neben den Gangoptimierungen, immer im Fokus. Durch spezielle Anwendungen, Geduld und abermalige Wiederholungen der Übungen erlangte ich ein Gefühl für meine „gestörte “ Seite zurück. Nun kann ich diesen Arm fast bis zu 90 Grad heben, strecken und zu Stützübungen (für diese Therapieform typisch) einsetzen. Auch im Handbereich sind, nicht mehr zu hoffen gewagte, viele Verbesserungen eingetreten.

Das Greifen von Gegenständen und das Öffnen der Hand wurden auf einen guten Weg gebracht, weil Fortschritte, selbst dort, unverkennbar sind.

Es liegt sicher noch ein langer Weg vor mir (uns), aber ich bin mir sicher, dass es mit Unterstützung dieser sympathischen, kompetenten Therapeutinnen weiterhin voran schreitet und die nächsten Erfolge nicht lange auf sich warten lassen."
Thomasgippner@t-online.de

"Im Jahr 2012 wurde ein Mädchen (C. 12), von einem Facharzt für Orthopädie, in unsere Praxis überwiesen. Ihrer Verordnung war zu entnehmen, dass sie an einer schweren Skoliose leidet und unsere Praxis wöchentlich zweimal eine halbe Stunde zur motorisch-funktionellen Behandlung besuchen solle. Zusätzlich wurde in dieser Zeit ein Korsett verschrieben, welches verhindern sollte, dass die Erkrankung weiter fortschreitet. Bei der Befundung der orthopädischen Steifigkeiten in unserer Einrichtung wurde deutlich wie stark die Krümmung der Wirbelsäule bereits ausgeprägt war. Anschließend führten wir einen Ebenentest durch, welcher bewies das C. ihren Körper sehr einseitig belastete. Fortan wurde das Mädchen bei uns nach der Forced Use Therapie behandelt. Die muskuläre Kräftigung des Rumpfes stand hierbei an erster Stelle. Hauptaugenmerk hierbei lag allerdings darauf das C. es, in speziell dafür entwickelten Übungen, erlernt ihre Körpersegmente optimal miteinander zu koordinieren und die erlernten Kompensationsmechanismen somit gezielt auszuschalten und unbrauchbar zu machen. Nach dieser Methodik arbeiteten wir ca. ein halbes Jahr mit dem Mädchen. Nach dieser Zeit wurde eine Nachkontrolle beim Facharzt fällig, welcher mit Erstaunen verkündete, dass das sich grade noch in der Anfertigung befindende Korsett nichtmehr nötig war, da C. in der Zeit deutlich mehr Rückenmuskulatur aufgebaut hatte. Von diesem positiven Resümee erneut motiviert arbeiteten wir weiter nach der Methodik der Forced Use Therapie an dem Hauptproblem, der Rumpfinstabilität. Ein weiteres halbes Jahr in Folge wurde eine weitere ärztliche Nachkontrolle erforderlich. Dieser folgte C. mit ihrer Mutter und brachte uns eine weitere positive Resonanz mit ins Haus. Der Arzt hatte nach mehreren Tests und Messungen positiv überrascht festgestellt, dass die Skoliose tatsächlich einige Grade zurück gegangen ist. Auch C. welche vorher häufig unter Rückenschmerzen litt, bemerkte den deutlichen Unterschied daran, dass ihr die Schmerzen seit einigen Monaten erspart blieben. Dies ist ein Beispiel dafür dass die Forced Use Therapie nicht nur an neurologischen Patienten Wirkung zeigt, sondern ebenso im orthopädischen Bereich sehr effektiv einsetzbar ist und ebenso erstaunliche Ergebnisse erzielt."

"Zu Beginn der Therapie im Alter von knapp 1 ½ Jahren konnte Heidi nur unsicher sitzen und war allgemein sehr hypoton und instabil. Die rechte Körperhälfte wurde bis dahin nicht wahrgenommen. Dank der Forced Use Therapie konnte Heidi´s Rumpfstabilität und ihre Wahrnehmung deutlich verbessert werden. Inzwischen läuft Heidi frei, sie kann Gegenstände vom Boden aufheben, sich allein hinsetzen und aufstehen. Sie ist sich ihrer rechten Seite bewusst und setzt den Arm zum Stützen ein. Auf Aufforderung benutzt sie die rechte Hand zum Hoch- und Herunterfahren der Therapieliege, um einen Ball zu rollen oder um größere Puzzleteile zu bewegen. Durch die Forced Use Therapie können wir stetige Fortschritte in Heidis Entwicklung verzeichnen, die wir mit normaler Ergotherapie nicht hätten erreichen können."
Heidi, Yvonne.tanz@web.de

"Meine Erfahrungen mit der Forced-use-Therapie

Nach einer mittelstarken Gehirnblutung 1992 hatte ich folgende Probleme/ Ausfälle: Laufen nur mit einem 1-Punkt-Stock Die Zehen rechts sind stark eingekrallt. Ich musste extra angefertigte orthopädische Schuhe mit einer Laufschiene tragen. Der rechte Arm ist vor der Brust stark gebeugt und verkrampft. Ich konnte den Arm nur leicht aus der Schulter heraus und zur Seite bewegen. Beim Laufen konnte das Bein nicht angewinkelt werden, sondern war steif und schob sich mit der Hüfte zusammen nach vorn. Ich habe ständig das Medikament Baclofen gegen Spastik eingenommen und es wurde in Abständen Botox gegen die Muskelverspannung gespritzt. Aufstehen war nur mit Abstützen und Hochziehen möglich.

Meine vorherigen Therapeuten hatten das Ziel, den Zustand zu erhalten und Verschlechterungen zu verhindern. Meine Angehörigen und ich bekamen oft gesagt: „Funktionen, die in den ersten Jahren nach der Gehirnblutung nicht wiederkommen, sind verloren “. Die Forced-use-Therapie, besonders die Intensivbehandlungen bewiesen mir das Gegenteil.

Veränderungen und Verbesserungen wurden erreicht:

Unter therapeutischer Anleitung ist es mir möglich, meinen Arm zu bewegen. Große Gegenstände kann ich greifen. Mein rechtes Bein bewege ich beim Laufen zwar langsam, aber im Bewegungsablauf fast normal. Ich benötige keinen orthopädischen Schuh mit Laufschiene. Ich benütze einen guten festen Turnschuh. Zuhause bewege ich mich freier. Ich benötige nur wenige Hilfsmittel. Ich bin selbstbewusster geworden. Durch die Intensivtherapie verbesserte sich meine Sprache erheblich. In Unterhaltungen kann ich flüssig sprechen. Ich lese jetzt auch wieder Bücher "
Erika Behnke, Behnke61@freenet.de